Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus

28 Jan

Vorweg sei erwähnt, dass es sich nicht um einen weiteren Krimi aus Jussi Adler-Olsens erfolgreicher Carl-Mørck-Reihe handelt. ‚“Das Alphabethaus“‚ ist Adler-Olsens erster Roman und seinen Erfolg verdankt dieser letztlich nur vorgenannten Bestsellern, an deren Qualität er bei weitem nicht heranreicht.

Zwei britische Bomberpiloten stürzen im Winter 1944 über Deutschland ab. Auf der Flucht vor ihren Häschern gelingt es ihnen auf einen Lazarettzug aufzuspringen und die beiden werden unter falscher Identität in ein Sanatorium in der Nähe von Freiburg im Breisgau eingeliefert, in dem ausschließlich höhere SS-Offiziere behandelt werden. Schweigend ergeben sich die beiden britischen Offiziere Bryan und James, von denen nur Bryan deutsch spricht und vor allem versteht, ihrem Martyrium über fast 200 Seiten, bis Bryan unter Zurücklassung seines Jugendfreundes die Flucht gelingt.

Der zweite Teil spielt im Jahre 1972 zur Zeit der Olympischen Spiele in München. Bryan, mittlerweile ein erfolgreicher Arzt und Unternehmer, will einen weiteren Versuch unternehmen, das Schicksal seines verschollenen Kameraden zu klären.

Soweit eine recht annehmbare Geschichte, wenn sie nicht von Anfang bis Ende bar jeder Logik und Glaubwürdigkeit wäre. Die Handlung strotzt nur so vor Zufällen und Aneinanderreihungen unglaubwürdiger Wendungen. Die Charaktere sind klischeehaft. Auf der einen Seite die rechtschaffenden britischen Bomberpiloten, auf der anderen Seite die bösen deutschen Nazischergen. Na gut, die treuherzige deutsche Krankenschwester mal ausgenommen. Sprachlich und inhaltlich kann ‚Das Aphabethaus‘ nicht annährend an Adler-Olsens spätere Romane heranreichen, auch wenn es durchaus lesbar und im zweiten Teil spannend ist.

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