Dietrich Faber: Toter geht’s nicht

21 Feb

Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann ist ein klassischer Anti-Held, Sohn eines erfolgreichen Über-Vaters, der es bis zum Polizeipräsidenten geschafft hat, ohne jeglichen beruflichen Ehrgeiz überlässt er die meiste Arbeit seinen durchaus fähigeren Kollegen. Ebenso überlässt er die Erziehung seiner pubertierenden Tochter viel lieber seiner Frau. Toter geht’s nicht“ ist der erste Fall den Dietrich Fabers launiger Kommissar zu bestehen hat. Was zunächst wie ein typischer Regional-Krimi anmutet, avanciert durch seinen humorvollen Stil viel mehr zum Anti-Krimi. Dementsprechend spielt die kriminalistische Handlung des Romans auch eine untergeordnete Rolle und die augenscheinliche Banalität des zu lösenden Falls verzeihlich. Vielmehr besticht der Krimi durch die Persönlichkeitsentwicklung seines Protagonisten, der nicht nur einen Mordfall lösen muss, sondern auch seine Familie managen muss weil ihm neben seinem fähigsten Mitarbeiter auch seine Ehefrau abhanden kommt.

Ein humorvoller Krimi des Kabarettisten Dietrich Faber mit viel hessischem Regional-Kolorit besticht vor allem durch seine Charaktere und bietet dank der Sprachgewandheit des Autors eine kurzweilige Lektüre, die Lust auf mehr macht. Und auch der etwas banale Mordfall weiß am Ende durch eine unerwartete Wendung noch zu überraschen.

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