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Joel Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

29 Mrz

quebertMarcus Goldman ist der neue Star im amerikanischen Literaturhimmel. Er hat geschafft wovon viele Literaten träumen. Er ist gern gesehener Gast in Talkshows, wird vom Feuilleton gelobt, feiert in seinem Appartement an der Upper East Side Partys mit der New Yorker High Society und hat Dates mit TV-Schönheiten. Doch Marcus hat ein Problem, er leidet unter einer Schreibblockade und sein Agent und sein Verleger sitzen ihm im Nacken, denn er muss seinen Vertrag mit dem Verlag erfüllen und alsbald seinen zweiten Roman abliefern.

Nichts scheint seine Blockade lösen zu können und so flieht er zu seinem ehemaligen Professor und Mentor Harry Quebert, selbst ein großer Schriftsteller, der 1975 mit seinem Bestseller „Die Ursprung des Übels“ Literaturgeschichte schrieb. Im beschaulichen Aurora, New Hampshire, quartiert sich Marcus im Landhaus seines großen Vorbilds ein, um die Schriftsteller-Krankheit zu überwinden und seinen Ruf und seine Karriere zu retten.     Weiterlesen

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Timur Vermes: Er ist wieder da

4 Mai

eristwiederdaEr ist wieder da, aber war er denn jemals nicht da? Irgendwie verfolgt einen dieser gewisse Herr Hitler latent ja schon das ganze Leben. Aber irgendwie ist er auch seit Timur Vermes satirischem Roman anders da. Während ich dem Monster-Hitler in 18 Schul- und Studienjahren immer nur mit Betroffenheit, Unverständnis und Scham begegnen konnte, ja musste und über den komischen Hitler erst seit Harald Schmidt lachen durfte, erwische ich mich, dass ich bei Timur Vermes‘ Hitler nicht über, sondern mit ihm lache.

Aber lachen mit Hitler-geht das überhaupt? Wer das nicht glaubt, sollte dieses Buch lesen. Denn Timur Vermes persifliert mit seiner Hitler-Satire gekonnt die deutsche Medien- und Politwelt. Sie werden sich beim Lesen dabei ertappen, wie sie kopfnickend einem verstörend vernünftigen Hitler zustimmen, wenn er über den Kanzlerinnenwahlverein CDU, eine SPD, die es sich nicht mehr zu verbieten lohne und eine verantwortungslose Politikerkaste herzieht. Wenn ein Adolf Hitler seine Symphatie am ehesten den Grünen zugesteht und die von einem „Apfelklops“ geführte NPD als „ein Haufen Waschlappen“ identifiziert, in der „ein anständiger Deutscher“ nichts verloren hat.
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Sam Eastland: Roter Zar

30 Okt

Unter dem Pseudonym Sam Eastland publiziert der amerikanische Schriftsteller Paul Watkins seine neue Detektiv-Serie um Inspektor Pekkala, die in der stalinistischen Ära der Sowjetunion angesiedelt ist und deren erster von bisher drei Teilen unter dem Titel „Roter Zar“ nun auf Deutsch erschienen ist.

Seit neun Jahren arbeitet Pekkala als Zwangsarbeiter in einem Gulag in der sibirischen Taiga, als er von Josef Stalin die Chance erhält, als Gegenleistung für seine Hilfe bei der Aufklärung der Umstände des Mordes an der Zarenfamilie und dem Aufspüren des sagenhaften Schatzes der Romanows, die Freiheit zu erhalten und die Sowjetunion verlassen zu dürfen. Weiterlesen

Isabel Allende: Mayas Tagebuch

29 Okt

„Mayas Tagebuch“ erzählt die Geschichte von Maya Vidal, die, nachdem ihre Mutter, die sie für eine Prinzessin aus Lappland hält und erst Jahre später wieder sieht, sie als Neugeborenes im Haus ihrer Großeltern zurücklässt. Da auch ihr Vater, Andres Vidal, der als Verkehrspilot selten präsent ist und andere Interessen hat, als sich um seine Tochter zu kümmern, wächst Maya bei ihren Großeltern in Berkeley, Kalifornien auf.
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Stefan aus dem Siepen: Das Seil

8 Jul

In einem abgelegenen, von Wäldern umgebenen Dorf, in einer nicht näher definierten Zeit fristen einige Bauern ein bescheidenes, aber zufriedenes Dasein. Bis eines Tages der Bauer Bernhardt eine ungewöhnliche Entdeckung macht. Am Rande des Dorfes findet er ein Seil, das in den Wald führt. Er geht ihm nach, kann das Ende jedoch nicht erreichen. Auch ein kleiner Trupp kehrt unverrichteter Dinge wieder aus dem Wald zurück. Neugier und Abenteurlust machen sich unter den Dorfbewohnern breit. Schließlich entschließen die Bauern unter dem Einfluss des Dorflehrers Rauk dem Rätsel auf die Spur zu kommen. So brechen die Männer des Dorfes auf und lassen Frauen, Kinder und Alte zurück, trotzdem die so lebenswichtige Ernte unmittelbar bevor steht. Weiterlesen

Hélène Grémillon: Das geheime Prinzip der Liebe

18 Mai

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Mutter liest sich Camille im Paris des Jahres 1975 widerwillig durch die Kondolenzbriefe. Unter den üblichen Platitüden findet sich ein Brief, der anders ist. Handschriftlich und über mehrere Seiten erzählt der mit „Louis“ signierte Brief von der Liebe eines Dorfjungen zu einem Mädchen namens Annie kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Da Camille weder eine Annie, noch einen Louis kennt, geht sie davon aus, dass der Brief ihr aus Versehen zugestellt wurde. Doch jeden Dienstag kommt ein neuer Brief von Louis mit der Fortsetzung der Geschichte, voller Geständnisse und Geheimnisse. Weiterlesen

William Boyd: Eine große Zeit

19 Mrz

Auf den ersten Blick wirkt Lysander Rief, an der Ecke Augustinerstraße und Augustinerabtei  im Wien des Jahres 1913 stehend, wie ein Held. Er ist „ein auf  konventionelle Weise geradezu gutaussehender junger Mann“, glatt rasiert, gut gebaut und mit breiten Schultern, geradezu ein Dandy. Er repräsentierte eine höchst plausible Interpretation eines weltlichen, informierten und gebildeten Mannes – aber er wusste, wie schwach die Verkleidung war, wenn er auf Menschen mit echten Gehirnen gestoßen war. Weiterlesen

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