Tag Archives: Deutschland

Timur Vermes: Er ist wieder da

4 Mai

eristwiederdaEr ist wieder da, aber war er denn jemals nicht da? Irgendwie verfolgt einen dieser gewisse Herr Hitler latent ja schon das ganze Leben. Aber irgendwie ist er auch seit Timur Vermes satirischem Roman anders da. Während ich dem Monster-Hitler in 18 Schul- und Studienjahren immer nur mit Betroffenheit, Unverständnis und Scham begegnen konnte, ja musste und über den komischen Hitler erst seit Harald Schmidt lachen durfte, erwische ich mich, dass ich bei Timur Vermes‘ Hitler nicht über, sondern mit ihm lache.

Aber lachen mit Hitler-geht das überhaupt? Wer das nicht glaubt, sollte dieses Buch lesen. Denn Timur Vermes persifliert mit seiner Hitler-Satire gekonnt die deutsche Medien- und Politwelt. Sie werden sich beim Lesen dabei ertappen, wie sie kopfnickend einem verstörend vernünftigen Hitler zustimmen, wenn er über den Kanzlerinnenwahlverein CDU, eine SPD, die es sich nicht mehr zu verbieten lohne und eine verantwortungslose Politikerkaste herzieht. Wenn ein Adolf Hitler seine Symphatie am ehesten den Grünen zugesteht und die von einem „Apfelklops“ geführte NPD als „ein Haufen Waschlappen“ identifiziert, in der „ein anständiger Deutscher“ nichts verloren hat.
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Gerd Schilddorfer: Falsch

3 Mai

Von den Wirren der Oktoberrevolution 1917, über die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges 1945 bis in die Gegenwart, von Sankt Petersburg, über München, Bogota und Medellin, das Amazonas-Gebiet, Moskau und Sibirien, legt Gerd Schilddorfer in seinem ersten Solo-Roman einen Ritt durch Zeitgeschichte und über Kontinente par excellance hin.

FalschVier Männer flüchten kurz vor Ende des Krieges mit einer geheimnisvollen Fracht aus Deutschland. Sie trennen sich und gelangen schließlich nach Südamerika. Später beginnt jeder von ihnen ein neues Leben in einem neuen Land. Nur Paul Hoffmann weiß, um was es sich bei der Fracht handelte, doch der bewahrt das Geheimnis bis zu seinem unmittelbar bevorstehenden Tod und sendet drei mit kryptischen Hinweisen versehene Brieftauben auf den Weg an seine drei Kriegskameraden. Weiterlesen

Niklas Maak: Fahrtenbuch – Roman eines Autos

20 Dez

Im Jahre 1971 läuft in Untertürkheim einer der ersten Mercedes 350 SL vom Band. 37 Jahre später wird er ausgeschlachtet und seine Einzelteile werden von einem marokkanischen Schrothändler verkauft. Dazwischen liegen zehn Besitzer des alpinaweißen Edel-Cabrios, deren Geschichten der FAZ-Redakteur Niklas Maak in seinem „Fahrtenbuch“ vor dem Panorama von fast vier Jahrzehnten deutscher Geschichte atmosphärisch in Szene setzt.

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Wolfram Fleischhauer: Torso

2 Dez

Ein grausiger Fund in einem leer stehenden Plattenbau in Berlin-Lichtenberg ruft den 61-jährigen ehemaligen Volkspolizisten Kommissar Martin Zollanger und sein Team auf den Plan. Dem als groteske Skulptur inszenierten Frauentorso mit aufgesetztem Ziegenkopf folgt kurz darauf ein weiterer skurriler Fund. In einem bekannten Szene-Club findet eine Putzfrau einen mit menschlichen Körperteilen gefüllten Kadaver eines Lamms. Das Ermittler-Team steht vor einem Rätsel. Handelt es sich um grausame Ritualmorde? Und was will der Täter mit den Bildern aussagen? Weiterlesen

Birand Bingül: Der Hodscha und die Piepenkötter

23 Apr

Nuri Hodscha ist der neue Imam der islamischen Gemeinde einer nicht näher benannten deutschen Mittelstadt. In Anwesenheit des lokalen Klatschreporters Bob Winter fordert er – die Gunst der Stunde nutzend – ganz unverfroren den Bau einer neuen, repräsentativen Moschee für seine Gemeinde. Das kommt der amtierenden Oberbürgermeisterin Ursel Piepenkötter, die sich ihrer Wiederwahl in 42 Tagen schon so sicher war, natürlich gar nicht recht.

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Wieland Höhne (u.a.): Baedeker Allianz Reiseführer Hamburg

22 Apr

Mit seinen fast 300 Seiten kommt der „Baedeker Allianz Reiseführer Hamburg“ alles andere als handlich daher. Auch wenn er nicht gerade Hosentaschen geeignet ist, so bietet er doch einen umfassenden Überblick über die Elb-Metropole und das nähere Umland.

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Elisabeth Herrmann: Zeugin der Toten

16 Mrz

Judtih Kepler ist Cleanerin, sie kommt, wenn die Spurensicherung geht, sie macht aus Tatorten wieder bewohnbare Räume. Und wenn man sie fragt, warum sie diesen Job macht, antwortet sie: „Weil ich ihn kann“.

Bei einem ihrer Einsätze kommt es zu einem Zwischenfall mit einem –wie sich später rausstellt- BND-Agenten, den sie dabei überrascht, wie er den Tatort eines grausamen Mordes von Überwachungstechnik säubert.

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