Tag Archives: Diktatur

Antonio Tabucchi: Erklärt Pereira

28 Feb

Im Stile einer Zeugenaussage „Erklärt Pereira“ seinen Widerstreit zwischen Anpassung und Auflehnung. Portugal im Jahre 1938.  António de Oliveira Salazar ist gerade an die Macht gekommen und hat das Land fest im Griff. Menschen verschwinden einfach so.

Dr. Peireira ist Witwer, hat Übergewicht, Herzprobleme und ist in persona die Kulturredaktion der konservativ-katholischen, regimetreuen kleinen Abendzeitung Lisboa. Pereira schreibt Nekrologe auf kürzlich verstorbene, ausnahmslos regimekonforme Schrifsteller und übersetzt französische Literaten, die er als Fortsetzungen veröffentlicht. Weiterlesen

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Gerd Ruebenstrunk: Das Wörterbuch des Viktor Vau

5 Jul

Seit Jahrzehnten arbeitet der scheue Professor Viktor Vau an seinem Lebenswerk, einer Kunstsprache, die die Welt so genau beschreiben soll, wie keine andere zuvor. Als vor dem aufstrebenden afrikanischen Staat Dagombé eine Raumkapsel unbekannter Herkunft im Meer landet, stößt man auf eine Botschaft aus der Zukunft, die nur der Wissenschaftler entschlüsseln kann. Viktor Vau wird von nun an zum Gejagten der Geheimdienste und unbekannter Mächte, die alle nur eines wollen – „Das Wörterbuch des Viktor Vau“.

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Elisabeth Herrmann: Zeugin der Toten

16 Mrz

Judtih Kepler ist Cleanerin, sie kommt, wenn die Spurensicherung geht, sie macht aus Tatorten wieder bewohnbare Räume. Und wenn man sie fragt, warum sie diesen Job macht, antwortet sie: „Weil ich ihn kann“.

Bei einem ihrer Einsätze kommt es zu einem Zwischenfall mit einem –wie sich später rausstellt- BND-Agenten, den sie dabei überrascht, wie er den Tatort eines grausamen Mordes von Überwachungstechnik säubert.

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Jaume Cabré: Die Stimmen des Flusses

19 Mrz

„Die Stimmen des Flusses“ ist der erste, auf deutsch erschienene, Roman des katalanischen Autors Jaume Cabré.

Auf fast 700 Seiten erzählt der Autor in mehreren miteinander verwobenen Handlungssträngen die -auch literarisch- wenig aufgearbeitete Geschichte des Spanischen Bürgerkrieges. Der Roman umfasst dabei eine Zeitspanne von über 60 Jahren, von der Zeit kurz nach dem Bürgerkrieg bis in die Gegenwart. Anhand eines kleinen Pyrenäendorfes wird der tiefe Graben zwischen den ehemaligen Bürgerkriegsparteien, der sich auch heute noch durch die spanische Gesellschaft zieht, veranschaulicht. Weiterlesen

Berhard Schlink: Der Vorleser

28 Jan

In chronologischen Retrospektiven erinnert sich der Ich-Erzähler MichaelBerg an seine Jugendliebe Hanna. Der Roman gliedert sich in drei Teile.

Im ersten Teil, der Ende der 50er Jahre spielt, erinnert sich der Erzähler daran, wie er als 15-jähriger Schüler die 36 Jahre alte Schaffnerin zufällig kennen lernte und mit ihr eine heimliche Beziehung einging. Weiterlesen

Robert Wilson: Tod in Lissabon

28 Jan

Robert Wilson versteht es in seinem Roman „Tod in Lissabon“ zwei Handlungsstränge spannend zu inszenieren und zu einem Finale zu führen.

Der erste Handlungsstrang erzählt die Geschichte des deutschen Unternehmers Klaus Felsen, der während des 2. Weltkrieges im Auftrag der SS in Portugal das kriegswichtige Metall Wolfram aufkauft. Mit Hilfe seines umtriebigen portugiesischen Komplizen Joaquim Abrantes und ausgestattet mit „Nazi-Gold“ baut Felsen eine Bank auf, die über den Krieg hinaus Bestnd hat und beiden ein Leben in Wohlstand garantiert. Weiterlesen

Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

28 Jan

Im „Nachtzug nach Lissabon“ begleiten sie den Berner Altphilologen Raimund Gregorius auf seiner Reise nach Lissabon aber vor allem zu sich selbst. Angeregt durch eine mysteriöse Begegnung und ein seltsames Buch des portugiesischen Arztes Amadeu de Prado bricht der Lehrer Gregorius aus seinem bisherigen Leben aus und begibt sich nach Portugal, um mehr über das Leben und Wirken des philosophierenden Arztes zu erfahren. Dort angekommen muss er zunächst feststellen, dass Prado bereits verstorben ist. Weiterlesen

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