Tag Archives: Zweiter Weltkrieg

Gerd Schilddorfer: Falsch

3 Mai

Von den Wirren der Oktoberrevolution 1917, über die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges 1945 bis in die Gegenwart, von Sankt Petersburg, über München, Bogota und Medellin, das Amazonas-Gebiet, Moskau und Sibirien, legt Gerd Schilddorfer in seinem ersten Solo-Roman einen Ritt durch Zeitgeschichte und über Kontinente par excellance hin.

FalschVier Männer flüchten kurz vor Ende des Krieges mit einer geheimnisvollen Fracht aus Deutschland. Sie trennen sich und gelangen schließlich nach Südamerika. Später beginnt jeder von ihnen ein neues Leben in einem neuen Land. Nur Paul Hoffmann weiß, um was es sich bei der Fracht handelte, doch der bewahrt das Geheimnis bis zu seinem unmittelbar bevorstehenden Tod und sendet drei mit kryptischen Hinweisen versehene Brieftauben auf den Weg an seine drei Kriegskameraden. Weiterlesen

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Hélène Grémillon: Das geheime Prinzip der Liebe

18 Mai

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Mutter liest sich Camille im Paris des Jahres 1975 widerwillig durch die Kondolenzbriefe. Unter den üblichen Platitüden findet sich ein Brief, der anders ist. Handschriftlich und über mehrere Seiten erzählt der mit „Louis“ signierte Brief von der Liebe eines Dorfjungen zu einem Mädchen namens Annie kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Da Camille weder eine Annie, noch einen Louis kennt, geht sie davon aus, dass der Brief ihr aus Versehen zugestellt wurde. Doch jeden Dienstag kommt ein neuer Brief von Louis mit der Fortsetzung der Geschichte, voller Geständnisse und Geheimnisse. Weiterlesen

Laurent Seksik: Vorgefühl der nahen Nacht

6 Jul

Romane über Schriftsteller haben derzeit Hochkonjunktur. Der 1962 geborene französische Autor Laurent Seksik beschwört in seinem Roman „Vorgefühl der nahen Nacht“ die letzen Tage Stefan Zweigs (Les derniers jours de Stefan Zweig) –so der der französische Originaltitel- und führt den Leser durch die letzten sechs Monate im Leben des Österreichers bis zu seinem selbst gewählten Tod.

In einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion gewährt Laurent Seksik einen Einblick in Lebens- und Gedankenwelt, des zu dieser Zeit meistgelesenen Schriftstellers der Welt. Doch in seiner Heimat wird Zweig nicht mehr gelesen, seine Bücher wurden von den Nationalsozialisten verbrannt und seine neuen Werke erscheinen nicht mehr in seiner Muttersprache.

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Jaume Cabré: Die Stimmen des Flusses

19 Mrz

„Die Stimmen des Flusses“ ist der erste, auf deutsch erschienene, Roman des katalanischen Autors Jaume Cabré.

Auf fast 700 Seiten erzählt der Autor in mehreren miteinander verwobenen Handlungssträngen die -auch literarisch- wenig aufgearbeitete Geschichte des Spanischen Bürgerkrieges. Der Roman umfasst dabei eine Zeitspanne von über 60 Jahren, von der Zeit kurz nach dem Bürgerkrieg bis in die Gegenwart. Anhand eines kleinen Pyrenäendorfes wird der tiefe Graben zwischen den ehemaligen Bürgerkriegsparteien, der sich auch heute noch durch die spanische Gesellschaft zieht, veranschaulicht. Weiterlesen

Christian v. Ditfurth: Der 21. Juli

28 Jan

Im Jahre 1953 herrscht kalter Krieg zwischen den 3 Weltmächten Deutschland, den USA und der Sowjetunion. Die kommunistische Sowjetunion und das von SS und Wehrmacht dualistisch regierte Deutschland nähern sich 8 Jahre nach Kriegsende einander an, was wiederum den kapitalistischen USA Sorgen bereitet. Der CIA beschließt daraufhin den übergalaufenen ehemaligen SS-Offizier Knut Werdin nach Deutschland zu senden, um den mächtigen Reichsführer SS Heinrich Himmler zu töten, der bei dem Bündnis mit der UdSSR und dessen allmächtigem Sicherheitsminister Berija, die Fäden zieht. Das ist der Ausgangspunkt für den kontrafaktischen Geschichts-Roman „Der 21. Juli“. Weiterlesen

Arno Surminski: Vaterland ohne Väter

28 Jan

 „Vaterland ohne Väter“ ist ein beindruckender Roman, der sowohl den Eltern ohne Väter, als auch den Enkeln ohne Großväter, gewidmet ist.

Die soeben pensionierte Rebeka Lange begibt sich auf Spurensuche nach ihrem unbekannten Vater, Robert Rosen, der am Tag ihrer Geburt am 31. Januar 1943 in Rußland gefallen ist. Anhand der Kriegstagebücher ihres Vaters, sowie eines Kameraden nähert sich Rebeka ihrem unbekannten Vater an und findet einen jungen Mann in einem grausamen Krieg, der so gar nicht in das Bild der vermeintlichen Tätergeneration paßt. Weiterlesen

Robert Wilson: Tod in Lissabon

28 Jan

Robert Wilson versteht es in seinem Roman „Tod in Lissabon“ zwei Handlungsstränge spannend zu inszenieren und zu einem Finale zu führen.

Der erste Handlungsstrang erzählt die Geschichte des deutschen Unternehmers Klaus Felsen, der während des 2. Weltkrieges im Auftrag der SS in Portugal das kriegswichtige Metall Wolfram aufkauft. Mit Hilfe seines umtriebigen portugiesischen Komplizen Joaquim Abrantes und ausgestattet mit „Nazi-Gold“ baut Felsen eine Bank auf, die über den Krieg hinaus Bestnd hat und beiden ein Leben in Wohlstand garantiert. Weiterlesen

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